Der Esoblog

Texte zu esoterischen Themen

Kategorie: Esoterik und Wissenschaft

Das liebe Ego ;)

Ein kleiner Beitrag über das Ego und wozu wir es nicht brauchen.

In der Esoszene ist es meistens von Nutzen kein Ego zu haben. Oder falls doch, dann nur sehr wenig; sozusagen homöopathisch. Dann kann man mit den anderen gemeinsam über die “böse Welt” da draussen herziehen und sich gleich besser fühlen. Denn im Grunde ist der Weg, den die Menschen in den kommenden Jahren einschlagen werden, bereits jetzt glasklar vorgezeichnet: Im Zuge des Aufstiegsprozesses gehen wir in höhere Dimensionen, bauen all unsere unglaublich negativen Eigenschaften (Sex, Essen*, Ego…) vollkommen ab und werden uns irgendwann mal in Liebe auflösen.

Bis das aber alles passiert, werden all diejenigen, die (fast) kein Ego haben, sich noch schnell mal die wichtigsten Werbemittel mit TM und ® und ähnlichem Schnickschnack schützen lassen. (Osho** z. B. war ja ein Weltmeister im Kommerzialisieren von spirituellen Inhalten. Aber Kinslow und Bartlett die “Erfinder” der Quantenheilung sind auch nicht gerade die schlechtesten Selbstvermarkter.)

Aber kommen wir zurück zum Thema “Ego”. Denn das ist ja das eigentliche -Thema des Beitrags. Also: Ego=pfui. Soweit waren wir bereits. Denn wer etwas auf sich hält, der hat eben kein Ego. Und auch wenn uns das Ego die Möglichkeit gibt als Mensch - im Unterschied zum Tier - ganz erstaunliche Erfahrungen zu machen ist es trotzdem etwas mit dem man sich in der Esowelt besser nicht allzusehr identifiziert. Apropos Tier: Der größte Unterschied zwischen Mensch und Tier sei - so Henry Miller im “Das Lächeln am Fusse der Leiter” das Lachen und das Weinen.

Und hier haben wir jetzt den Salat: Ego = menschlich = besondere Erfahrungsmöglichkeiten. Schicksale, Dramen, Siege, Niederlagen… Kurz gesagt: Lachen und Weinen. Das alles gibt es dank des Egos, das ja die Welt - aufgrund des individuellen Standpunktes in Gut und in Böse zerteilt, damit für Spannung sorgt und Entwicklung herbeiführt. Warum also mit Füssen treten was uns so besonders macht und uns ungeahnte Möglichkeiten eröffnet? Ich weiss nicht. Vielleicht haben da einige Esos die Sache falsch verstanden und anstatt “sich ans Ego klammern” “das Ego verteufeln” gehört. Na ja, klingt irgenwie ja auch ähnlich.

* Lichtnahrung ist eben im kommen… ;)
** Nichts gegen Bhagwan. Aber wäre er nicht Mystiker geworden, dann hätte er als Marketingleiter auch eine gute Karriere machen können… ;)

Sheldrake & Fox: Engel - die kosmische Intelligenz

WoW! Im Allgemeinen bin ich ja ein wenig zurückhaltend und bleibe - sollte ich mal um meine Meinung gefragt werden - eher sachlich. Diesmal ist das aber nicht ganz so, denn das Buch “Engel - die kosmische Intelligenz” von Rupert Sheldrake und Matthew Fox ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der esoterischen Literatur. Also ist mein zu Beginn geäußertes “WoW” auch wirklich gerechtfertigt! Es folgt daher nun die kurze Zusammenfassung dieses äußerst interessanten Titels, so wie ich es vor meinem Kurzurlaub ja bereits versprochen hatte…

Zunächst mal zu den Autoren:
Der Engländer Rupert Sheldrake (*1942) ist Autor mehrerer Bücher und Biologe. Er beschäftigt sich mit grundsätzlichen Fragen der Schöpfung, des Geistes und der Evolution. Seine hervorragendste Leistung ist die Entdeckung der “Morphogenetischen Felder” (Auch morphisches Feld oder morphogenetisches Feld genannt). Der Amerikaner Matthew Fox (*1940) ist Theologe, Priester und spiritueller Lehrer.

Der Inhalt:

Die beiden Autoren kommentieren in diesem Buch einzelne - Engel betreffende - Passagen aus den Werken von Thomas von Aquin, Hildegard von Bingen und Dionysos Areopagita. Während die ersten beiden Namen durchaus bekannt sein dürften, ist Dionysos Areopagita wohl eher nur Kennern der Kirchengeschichte ein Begriff. Als bedeutender Philosoph und Theologe des 6. Jhts. wird er oft mit dem von Paulus bekehrten Dionysos Areopagita verwechselt.

Aber zurück zu den kommentaren von Sheldrake und Fox: Denn dies ist im Grunde auch schon alles: Kommentare zu ausgewählten Texten der Kirchengeschichte. Doch an Stelle von gelehrten Bemerkungen und anspruchsvollen Belehrungen erklären Sheldrake und Fox die Gedanken dieser drei bedeutenden Persönlichkeiten in einfachen, verständlichen Worten und bringen sie zu unserem heutigen Wissen in Beziehung.

Das Ergebnis ist eine wunderbare, angenehm zu lesende Rundreise durch die Kirchengeschichte in der viele gängige Vorurteile über die Starre der katholischen Lehre doch in einem anderen Licht erscheinen. Zusätzlich werden überlieferte Anschauungen und heutige Meinungen aus Theologie und Naturwissenschaft auf interessante Art und Weise zueinander in Beziehung gesetzt. Und aufgrund der intelligenten und weitblickenden Kommentare der beiden Autoren Sheldrake und Fox geraten die verschiedenen Sichtweisen nicht miteinander in Konflikt, sondern beflügeln einander: Die - in allen Kulturen der Welt bekannten - geflügelten Himmelsboten entpuppen sich in der Interpretation von Sheldrake plötzlich als etwas, das unsere westlich-wissenschaftliche Sichtweise als “intelligentes Feld” bezeichnet und plötzlich erscheinen vermeindlich antiquierte Begriffe wie “Engel” sehr modern.

Eintrag 2

Noch kein Text in der Abteilung Esoterik und Wissenschaft. Der kommt aber bald!