Palmblatt-Bibliotheken
Gestern war ich bei einer Veranstaltung über Palmblatt-Bibliotheken. Annett Friedrich hat in der Buchhandlung Adhara über ihre Erfahrungen mit den legendären indischen Palmblatt-Bibliotheken berichtet. Es war sehr interessant, obwohl ich gleich von vorne herein sagen muss: wie die Palmblatt-Bibliotheken “funktionieren” das hat auch der gestrige Abend nicht geklärt. Das ist schade, denn eigentlich hätte ich gerne mehr darüber gewußt. Denn interessanter Weise sagen ja die meisten Systeme, die uns in die Zukunft blicken lassen (Tarot, I Ging, Astrologie…) nicht wie die Zukunft aussehen wird, sondern wie die aktuellen Tendenzen sind und welche Qualitäten sich daraus ergeben und wie daher die Zukunft eventuell aussehen könnte. Anders bei den Palmblatt-Bibliotheken.
Da sieht die ganze Sache nämlich so aus: Vor ca. 7000 Jahren haben sieben Rishis (Das sind in der indischen Mythologie Söhne des Brahma) sieben Palmblatt-Bibliotheken geschaffen. Auf jedem Palmblatt, das in einer der Bibliotheken aufbewahrt wird, soll die Lebensgeschichte eines einzelnen Menschen notiert sein. Und zwar nicht “ungefähr” sondern komplett nachvollziehbar. Mit detaillierten Angaben über Geburt, Werdegang und Tod. Wer eine der Palmblattbibliotheken besucht, für den gibt es immer ein passendes Palmblatt, denn die sieben Rishis konnten genau vorhersehen, wer diese Bibliotheken aufsuchen würde. Da die Palmbläter inzwischen mehrfach kopiert wurden, gibt es heute mehr als die ursprünglichen 7 Bibliotheken.
Wie das System der Palmblätter im Unterschied zu anderen Methoden (Astrologie, I Ging etc.) funktionieren könnte, hat der Vortrag leider nicht erläutet. Wobei das letztendlich auch egal ist. Aber meine Überlegung, dass die Palmblatt-Leser, die ja in einer ca. 10-jährigen Ausbildung das
Lesen der Palmblätter lernen, energetisch sehr feinfühlig sind und dadurch die Grundtexte der Palmblätter sehr gut in Hinblick auf die Fragenden deuten können, wurde jedenfalls verneint. Laut Annett Friedrich sind die Texte detailliert und klar, die Leser lesen sie einfach nur vor. Schade, ich habe mir das anders vorgestellt. Aber egal. Wie bereits erwähnt muss man ja auch nicht alles verstehen. Interessant war es trotzdem.
Weitere Infos und organisierte Reisen* zu den Palmblatt-Bibliotheken gibt es hier:
www.zeitreisen-sl.com/
Wer sich nicht sehr gut in Indien auskennt, sollte die Reise zu einer Palmblatt-Bibliothek unbedingt geführt unternehmen. Die Reisegruppen, die Annett Friedrich anbietet, sind wirklich klein (12 Personen), das klingt ziemlich interessant.



Montag, 29. November 2010 um 10:09
Individuell geführte Reisen zu den Palmblattbibliotheken in Indien, Bali und Myanmar in Kleingruppen bis max. 12 Reisegästen oder aber auch ganz privat bietet Ihnen auch das Team von Thomas Ritter Reisen an.