Im Jahre 1923 verwüstete das Kanto-Beben Japan, über 100.000 Menschen verloren ihr Leben. Mikao Usui verlegte seine Klinik in das Gebiet des Erdbebens und half den Überlebenden ihre Leiden mit Reiki zu lindern und zu heilen.
Im Jahre 1926 erlag er einem Hirnschlag, er wurde auf dem Saihoji-Friedhof in Tokio begraben. Neben dem Grab steht ein Stein mit einer Inschrift, in der über sein Leben und Wirken berichtet wird. Die Wiederentdeckung dieser Inschrift, das Auffinden der Tokioer Reiki-Gakkai sowie zwei japanische Bücher zum Thema Reiki machten es vor kurzem möglich, dass die Entstehungsgeschichte von Reiki von den Legenden befreit wurde, und heute detaillierter sowie wahrheitsgetreuer bekannt ist.
Die beiden japanischen Reiki-Bücher sind:
1) “Iyashi No Gendai REIKIho” von Hiroshi Doi
2) “Iyashi No Te” von Toshitaka Mochizuki (erschienen 1995).
Das Buch von Hiroshi Doi ist ins Englische übersetzt worden und ist heute im Buchhandel erhältlich.
Zum Bekanntwerden der neuen Informationen aus Japan haben viele Menschen beigetragen. Vorallem waren es Frank Arjava Petter (”Das Reiki Feuer” und “Das Original Reiki Handbuch” und “Das Erbe des Dr.Usui”) und Hiroshi Doi, der bei der Usui Reiki Ryoho Gakkai ausgebildet wurde und diese Reiki-Tradition nun auch im Westen lehrt. Dank gebürt auch William Rand für “Discovering the Roots of Reiki” und Andrew Bowling (Reiki History).
Doch zurück zur historischen Entwicklung: Durch Dr. Chujiro Hayashi und Frau Hawayo Takata fand Reiki die Verbreitung im Westen. Dr. Chujiro Hayashi war einer der 17 Schüler Usuis, die als Reiki-Lehrer ausgebildet wurden. Er schrieb ein eigenes Handbuch, in dem Behandlungspositionen angeführt sind, die denen von Usui im “Reiki Hikkei” sehr ähnlich sind. Warum er später seine eigenen Wege ging und nicht mehr Mitglied der Usui REIKI Ryoho Gakkai blieb ist unbekannt. Bis zu seinem Tode im Jahre 1941 weihte er 17 Schüler in den Meister-Grad ein.
Eine seiner Schülerinnen war Hawayo Takata, die 1938 den Meister-Grad bei ihm absolvierte. Frau Takata kam im Jahr 1900 als Tochter japanischer Immigranten in Hawaii zur Welt. Das Leben auf der Zuckerrohrplantage auf der sie arbeitete war sehr hart und sie war häufig krank. Als sie sich aus familiären Gründen Mitte der dreißiger Jahre in Tokio aufhielt und sie dringend operiert werden mußte, brach sie selbst die Operation ab, als ihr - bereits auf dem Operationstisch liegend - eine innere Stimme sagte, daß die Operation nicht notwendig sei. Sie erkundigte sich nach anderen Möglichkeiten und erfuhr von Hayashi’s Reiki-Klinik, die sich gegenüber dem Krankenhaus befand. Anstatt der Operation erhielt sie tägliche Reiki-Behandlungen, und war innerhalb von 4 Monaten wieder gesund. Aufgrund dieser Erfahrung war sie von Reiki überzeugt und wollte es selbst erlernen. Im Frühjahr 1936 erlernte sie den ersten Grad, arbeitete ein Jahr lang in der Reiki-Klinik und erhielt zum Abschluß den zweiten Grad.
1937 kehrte sie wieder zurück nach Hawai und begann dort mit ihrer Reiki-Arbeit. Im Winter 1938 wurde sie von Hayashi in den Meistergrad eingeweiht.
Bis zu ihrem Tod im Jahre 1980 hat Hawayo Takata insgesamt 22 REIKI-Meister eingeweiht. Unter ihnen Barbara Ray, die später “Radiance” gründete, sowie Takatas Enkelin Phyllis Lei Furumoto, die Begründerin der “REIKI Alliance”. Beide Organisationen wahren lange Zeit in der Verbreitung von REIKI im Westen führend. Erst in den 90er Jahren wurde es möglich, dass auch freie REIKI-Meister REIKI unterrichteten. Der Versuch von Phyllis Furumoto, die Namen REIKI und Usui REIKI Shiki Ryoho weltweit für sich patentieren zu lassen, ist glücklicherweise fehlgeschlagen. Zu Beginn des 21.Jahrhunderts finden wir eine Rückbesinnung auf die Ursprünge des REIKI.
Die Nachforschungen haben ergeben, daß die Geschichte des Reiki, die Hawayo Takata erzählte, in vielen Bereichen unrichtig war. Da auch ihre Schülerinnen Barbara Ray (A.I.R.A./Radiance) und Phyllis Furomoto (Reiki-Alliance), sowie deren Nachfolger und Schülern diese Versionen übernahmen, entstanden im Westen sehr schnell falsche Legenden sowie teilweiose auch vereinfachte Unterrichtsmethoden. Vieles rund um Reiki entpuppte sich schlichtwegs als Märchen, erst Ende der 90er Jahre kam nach und nach die Wahrheit ans Licht. Über Jahrzehnte wurden im Westen Reiki also anders gelehrt und praktiziert als in Japan.
Die REIKI-Lebensregeln, so wie sie von Usui selbst aufgezeichnet wurden, und Usuis Handbuch “Usui Reiki Hikkei” sind heute recht bekannt. Diese beiden Texte sind unverändert und stellen somit Usui-Originale dar. Ich werde weitere Informationen über originale Inhalte und Unterrichtsmethoden des Reiki in Zukunft auf dieser Webseite zur Verfügung stellen.

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